Ausführliche Kandidatenvorstellung
- 25. Jan.
- 8 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 12. Feb.

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger aus Kusterdingen, Wankheim, Mähringen, Immenhausen und Jettenburg, kurz der Härten,
mein Name ist Carsten Göhner ich bin glücklich verheiratet mit meiner Frau Jutta, die ich bei den Jettenburger Dorfmusikanten kennen und lieben gelernt habe. Von meinen 54 Lebensjahren lebe ich bereits seit 26 in Jettenburg, dort sind auch unsere drei mittlerweile erwachsenen Kinder aufgewachsen.

Am 19. April 2026 steht für uns alle eine sehr wichtige und zukunftsweisende Entscheidung an, nach 24 Jahren endet die Ära von Dr. Jürgen Soltau und die Weichenstellung für die Zukunft und die Weiterentwicklung der Härtengemeinde muss jetzt getroffen werden. Die Aufgaben werden nicht kleiner und es bedarf frischer Impulse. Ob es die Sicherung unserer Finanzen ist, der mutige Weg in Richtung erneuerbarerer Energien oder die Frage, wie unsere Kinder in auf den Härten bezahlbar wohnen können - diese Themen dulden keinen Aufschub und müssen mit Fachkenntnis und Kompetenz, zielstrebig angegangen werden.

Durch meine Ausbilder auf dem Wasserwirtschaftsamt in Reutlingen, als Bautechniker in der Wasserwirtschaftsverwaltung, habe ich schon früh die Arbeit in der Verwaltung und den technischen Bereich Hochwasserschutz und ökologischer Gewässerausbau, Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung, Behandlung von Gewerbeabwässern und Grundwasserschutz, Abfallwirtschaft und Deponiewesen, sowie den ländlichen Wegebau, kennengelernt.
Nach dem ich den Bautechniker in der Fachrichtung Hochbau absolviert hatte, war meine Ausbildung komplett und ich habe in konjunkturell schlechten Zeiten als Bauleiter im Roh- und Schlüsselfertigbau, unterschiedliche Projekte im Wohn- Tief- und Gewerbebau umgesetzt.

Aktuell bin ich in Wannweil Leiter des Bauamtes und täglich mit den kommunalpolitischen Themen befasst.
Hierbei bin ich über das reine Thema „Bauen“, in
den letzten 4,5 Jahren weit in die komplexen Themenfelder der gesamten Kommunalpolitik hineingewachsen.
Ich habe mich daher aus Verbundenheit zu meiner Heimatgemeinde entschlossen, für die Härten an der Verwaltungsspitze Verantwortung zu übernehmen.
Meine langjährige Berufserfahrung aus der freien Wirtschaft, inklusive Personalführung, sowie in der Verwaltung in unterschiedlichen Leitungsfunktionen,
dem täglichen Miteinander mit Bürgern und meinem vielseitigen ehrenamtlichen Engagement bei den Jettenburger Dorfmusikanten, im Beirat des Naturtheaters Reutlingen und dem THW in Ofterdingen, machen es mir möglich mich mit aller Kraft und Leidenschaft, einzubringen.

Themenfeld Finanzen:
Nach meiner Überzeugung ist es die wesentliche Grundaufgabe eines Bürgermeisters, mit seinem Verwaltungsteam und dem Gemeinderat, die finanzielle Sicherheit und Unabhängigkeit sicherzustellen.
Hier möchte ich konkret werden und das Themenfeld der finanziellen Lage der Gemeinde als Ausgangspunkt und Grundvoraussetzung für die Handlungsfähigkeit der Gemeindeverwaltung durch eine solide, transparente und demokratisch abgestimmte Haushaltspolitik, als Grundvoraussetzung für alle weiteren Handlungsfelder nennen. Durch die Einführung der Dopik und der damit verbundenen Abschreibung der gemeindlichen Investitionen, wird der Haushalt über Jahre hinaus belastet.
Es besteht das strukturelle Thema der Finanzierung aller Gemeinden, welches auch durch die Bereitstellung von Finanzmitteln aus Sondervermögen, nicht nachhaltig behoben werden kann. Die Entwicklung in der Gemeinde wird durch das Hamsterrad der „Fördermittelangebote“ und der damit verbundenen „Windhundjagd“ nach Fördermitteln verstärkt. Statt zielorientiertem, mittel und langfristig geplantem konzeptionellen Handeln, wird durch die Subventionspolitik mit Fördermitteltöpfen ein „Triggereffekt“ ausgelöst und nicht immer nach Notwendigkeit, sondern nach Fördermittelangeboten priorisiert und politisch entschieden.
Das bisherige nennenswerte Teilfinanzierungsmodell der Gemeindehaushalte, durch den Verkauf von gemeindeeigenen Grundstücken, ist zukünftig auf Grund der Marktlage und den gesetzlichen Einschränkungen, so nicht mehr möglich und umsetzbar.
Es sind neue Einnahmequellen und Ausgabenreduzierungen zu verwirklichen.
Hierfür bedarf es sozialverträglicher Lösungen, einem strukturierten Handeln, bei der kostenbewussten Umsetzung aller Maßnahmen, einer exakten Budget-, sowie einer vorausschauenden Haushaltsplanung. Fähigkeiten, mit denen ich bestens vertraut bin und an deren ich täglich arbeite.
Jedes Projekt ist hierbei unter den Gesichtspunkten:
Notwendigkeit - Funktionalität - Umsetzbarkeit - Plausibilität
Wirtschaftlichkeit und der Prüfung von Alternativen und Synergieefekten — Mehrwert und Gesamtnutzen, zu betrachten und auf den Prüfstand zu stellen.
Um die Flexibilität und ein durchgängiges Handeln der Verwaltung zu erreichen, ist zu hinterfragen, ob hier die Einführung von Doppelhaushalten eine sinnvolle Lösung ist.
Ich sehe unsere gemeinsame Zukunft nicht in immer neuen Kreationen von Formen der Erhebung zusätzlicher Abgaben, im Sinne einer Parkraumbewirtschaftung, der Gebühr für die Nutzung öffentlicher Flächen und womöglich noch einer „Atemluftverbrauchssteuer“…. . Wir haben bereits ein maximales Steueraufkommen in unserer Geschichte erreicht und müssen endlich lernen, mit diesen Mittel sorgfältig, zukunftsorientiert und sparsam umzugehen!
Themenfeld: „Wohnen und Arbeiten“
Ein wichtiges Handlungsfeld ist der Themenbereich „Wohnen und Arbeiten“.

Hier sehe ich Zukunftschancen durch die Abstimmung der Gestaltungsmöglichkeiten im Zuge der Novellierung des Baugesetzbuches (BauGB) und der Landesbauordnung (LBO) mit dem Stichwort „Bauturbo“, innerhalb der Verwaltung und mit dem Gemeinderat, unter der Prämisse Innen- vor Außenentwicklung.
Es bedarf der intensiven Analyse der innerörtlichen Flächenpotenziale und den Möglichkeiten zu einer maßvollen „Nachverdichtung“.
Mit Rücksicht auf die Generationen der Zukunft und nur bei der absoluten Notwendigkeit, sind die beschränkten Flächenreserven, welche der Flächennutzungsplan bietet, dosiert zu erschließen. Als Potenzialflächen für Wohnzwecke stehen hier 10 ha, für gemischte Bauflächen 1ha und für Gewerbe 3,5 ha zur Verfügung.
Aus meiner Sicht ist es jedoch zwingend notwendig, für Dienstleistungen, Handel und Gewerbe die notwendigen Flächenangebote bereit zu stellen, um die Standortsicherheit und die kurzen Wege zwischen Wohn-, Lebens- und Arbeitsort überhaupt zu ermöglichen.
Um in einem Raum mit Wohnraumknappheit, Leerstände zu minimieren, sehe ich eine Möglichkeit in der Einführung einer Wohnungsbörse, auf einer digitalen Plattform der Gemeinde.
Ich stehe für die Weiterführung und Fortschreibung der geförderten Sanierung von gemeindlicher Infrastruktur und privatem Wohnraum über das Landessanierungsprogramm, wie beispielsweise „Kusterdingen Nord“.
Eine mit Sicherheit sehr spannende Aufgabe besteht in der Auswertung der Ergebnisse aus der Wärmeverbundplanung und der sich hieraus ergebenden Maßnahmen.
Um mittel und langfristig die Finanzplanung, wie auch die Priorisierung der Maßnahmen, klar abstecken zu können, bedarf es der Entwicklung und der politischen Abstimmung von Gemeindeentwicklungskonzepten und Sanierungsfahrplänen für die öffentlichen Liegenschaften, um unter der Berücksichtigung der zu erwartenden Kosten, diese für die mittelfristige Finanzplanung darzustellen und um hier eine langfristige und zukunftsorientiert Zielvorgabe und Planungssicherheit zu erhalten.
An oberster Stelle steht hier der Erhalt und der Ausbau aller kommunaler Infrastruktur, einschließlich der Versorgungsnetze.
Die Zukunftsaufgabe sehe ich hier in der weiteren Digitalisierung und der regenerativen Energieversorgung.

Themenfeld: „Versorgung und Soziales“

Zu den elementaren Bereichen in meiner Strukturierung der kommunalen Handlungsfelder, zähle ich das Thema „Versorgung und Soziales“:
Hier möchte ich, durch das für mich völlig selbstverständliche tägliche Vorleben und etablieren einer guten Kultur des wertschätzenden und offenen Miteinanders, in allen Lebens- und Themenbereichen und mit allen Akteuren, ein noch lebenswertes Klima in der Verwaltung, im Gemeinderat und auf den ganzen Härten und darüber hinaus schaffen.
Transparenz und „Teilhabemöglichkeiten“ an den kommunalpolitischen Entscheidungen und dem damit verbundenen Sachargumenten, ist nur durch die Darstellung der aktuellen zur Entscheidung anstehenden Themenfelder in einem gut funktionierenden Ratsinformationssystem möglich. Hier wird jeder Bürger, wenn er es wünscht, mitgenommen und durch die Verwaltung über die Notwendigkeiten und Sachargumente informiert.
In vielen Förderprogrammen sind Bürgerinformationsveranstaltungen als „Pflichtprogramm“ bei den Auflagen verpflichtend vorgeschrieben. Das widerspricht meiner Herangehensweise völlig.
Meine Projekte starten grundsätzlich mit einem intensiv vorbereiteten Konzept. Das ist die Diskussionsgrundlage für den frühzeitigen Austausch mit den maßgeblich Betroffenen und allen Entscheidungsträgern. Sie als Bürger, sind in irgend einer Form ohnehin von vielen Entscheidungen tangiert und haben das gute Recht, frühzeitig informiert und mit Ihrer Sichtweise auf die Dinge gehört zu werden.
Die Kernaufgabe des Staates und der Gemeinde ist die Sicherstellung der „Daseinsvorsorge“. Das beinhaltet einerseits die lebensnotwendige Grundversorgung und andererseits die ebenso wichtige und damit verbundene soziale Wärme, die Transparenz der Entscheidungen und den, wenn auch kritischen, jedoch immer respektvollen Umgang.
Neu ist seit diesem Jahr, der Ganztagesbetreuungsanspruch ab der ersten Klasse. Wie in allen Personalbereichen, ist auch hier mit einer vorausschauenden Personalplanung, attraktiven Arbeitsplatzangeboten, in einem motivierten und wertschätzenden Umfeld, der notwendige Personalbedarf für eine gute Betreuung, zu generieren. Ich möchte zur Sicherstellung von ausreichenden Personalkapazitäten bereits bei der Bereitstellung von Ausbildungsplätzen in Verwaltung und Kindergärten beginnen.
Zusammengehalten wird unsere Solidargemeinschaft durch die zwischenmenschlichen Kontakte und ganz entscheidend durch das Ehrenamt.
Durch meine persönlichen Erfahrungen aus meinen ganz unterschiedlichen ehrenamtlichen Aktivitäten sehe ich auf den Härten in der Jugend-, Senioren-und Vereinsarbeit einen wunderbaren Schatz und eine unglaubliche Ressource, welche durch die Förderung der Jugend-, Senioren- und Vereinsarbeit, durch die im Rahmen der Gemeinde zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, intensiv zu unterstützen ist.
Überall in der Verwaltung und ganz besonders im Amt des Bürgermeisters bedarf es der Gabe „Brücken zu bauen“. Das gilt allgemein für den Austausch und die Verknüpfung der Akteure im Tagesgeschäft, den Bürgern, den Organisationen, den engagierten Menschen im Ehrenamt, genauso wie im Gemeinderat.
Die Transformation in eine zukunftsfähige Gesellschaft und Gemeinde, bedeutet ganz wesentlich auch die Anpassung der gemeindlichen Infrastrukturangebote an den demographischen Wandel, und der baulichen und organisatorischen Berücksichtigung dieser spezifischen Anforderungen.
Zu diesem Aufgabenfeld zähle ich auch die Prüfung der Katastrophenschutzpläne und die Fortschreibung der Schutzkonzepte.

Themenfeld: „Freiraum und Klima“
Schon immer ist für mich das Wunder der Natur, eine Quelle um Kraft zu schöpfen, kreative Ideen zu entwickeln und dabei zu entspannen. Somit ist für mich das Themenfeld „Freiraum und Klima“ eine Herzensangelegenheit.
Mit Respekt für Mensch und Natur, stehe ich für einen offenen, klaren und mutigen Diskurs mit der absoluten Offenheit für kreative Denkansätze.
Die Entwicklung von Grünflächen zu ökologisch nachhaltigen und mit gesteigerter Lebens- und Aufenthaltsqualität aufgewerteten Bereichen, zur Naherholung und als Orte der Entspannung, stellt für mich in meiner langen Berufserfahrung auch heute und morgen, noch immer, eine mit Begeisterung erfüllte Lebensaufgabe dar.
Das beinhaltet bei meiner Herangehensweise bei allen Projekten der Gemeinde, ganz selbstverständlich die Berücksichtigung von Hochwasser- und Starkregenschutz, Hitzeschutz und Entsiegelung nach dem Prinzip der Schwammgemeinde.
Ganz automatisch ergeben sich hieraus auch die Bemühungen zum Klimaschutz, dem sparsamen Umgang mit allen Ressourcen, und der Förderung auch der privaten PV-Nutzung, durch die Generierung von Flächen auf den Gebäudedächern.
Die Politik der Zukunft muss durch den ausgewogenen Brückenschlag zwischen den maßvollen Anforderungen durch die wachsende Bevölkerungsdichte, die Notwendigkeit einer wettbewerbsfähigen und effizienten landwirtschaftlichen Nutzung der Agrarflächen, einem ausgewogenen Miteinander zwischen Mensch und Natur, sowie einem intelligenten Schutz der landschaftsbildprägenden und die Biodiversität erhaltenden Umgang mit unseren Außenflächen, geprägt sein.
Hier ist die oberste Prämisse, der Erhalt der einzigartigen Schönheit der Härten für die nachfolgenden Generationen.

Themenfeld: „Erreichbarkeit und Mobilität“
In einer Flächengemeinde erfordert der Zusammenhalt und das entstehen von einer Gemeinschaft, bei der trotzdem zu wahrenden Identität der Ortsteile und Ihrer basisdemokratischen Verwaltungsorganisation mit den Ortsverwaltungen, Ortsvorstehern und den Ortschaftsräten, Zukunftsideen für die Erleichterung und möglichst die Verkürzung der Verbindungswege, die „Erreichbarkeit und Mobilität“, betreffend.

Die Verbesserung und die ständigen Verhandlungen zu einer Erhöhung der Taktung der Fahrpläne des öffentlichen Personennahverkehrs, betrachte ich als Daueraufgabe.
Grundsätzlich betrachte ich selbstverständlich alle Verkehrsteilnehmer als gleichberechtigt und appelliere an das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme. Es ist schlicht nicht möglich, für jede Sparte der Verkehrsteilnehmer einen eigenen Weg zu bauen.
Zur Nutzung von Synergien und zur Verkürzung der Wege, jedoch insbesondere zur Entschärfung von unzumutbaren Gefahrenstellen, ist die Überprüfung der Verkehrskonzepte in Verbindung mit den Anforderungen aus dem Kraft-, Rad- und Fußverkehr, für die Anforderungen der Zukunft zu überprüfen, zu plausibilisieren und bei Bedarf auch neu zu denken.
Ich bin ein unabhängiger Bewerber der lediglich seinem Gewissen und allen Einwohnern der Härten verpflichtet ist.
Mein Angebot an Sie ist eine Politik der klaren und transparenten Herangehensweise. Mein Ziel ist die Verknüpfung der Erfahrung aus der freien Wirtschaft und der Kommunalverwaltung, das Netzwerk mit den kurzen Wegen in den Verwaltungsstrukturen, das Feingespür für den Brückenbau zwischen unterschiedlichsten Interessen und Meinungen und das Handwerkszeug pragmatisch, realistisch und maximal kreativ bei der Lösungsfindung in den Schlupflöchern der vielen Regularien, die besten Lösungen zu finden.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und bitte Sie dringend Ihr Wahlrecht zu nutzen und für unsere gemeinsame Zukunft auf den Härten, aktiv abzustimmen.
Am Ende entscheiden Sie und das ist gut so!
Herzlichst Ihr/ Euer Carsten Göhner

